Menschen. Nähe. Pflege.

Schaltfläche zum Aktivieren von Google Translate

Der Hospizdienst

Die Zeit des Abschiednehmens ist für den Kranken und die ihm Nahestehenden eine schwere Zeit. Oft fühlen sich die Menschen in dieser Situation überfordert und allein gelassen.

Viele Menschen wünschen sich jedoch, die letzte Zeit ihres Lebens zu Hause in vertrauter Umgebung zu verbringen. Hier möchten wir beistehen.

  • Wir wollen Wegbegleiter in einer schwierigen Lebenssituation sein und einen schützenden Raum von  menschlichem  Beistand bieten.
  • Wir haben Zeit um einfach nur da zu sein.
  • Wir hören zu und schweigen, wenn schweigen gut tut.
  • Wir haben Zeit für Gespräche über Krankheit, das gelebte Leben, Abschied und Trauer.
  • Wir haben ebenso Zeit für Angehörige, Vertraute und Freunde.
  • Im Mittelpunkt stehen für uns die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen.

Mehr Informationen über den Hospizdienst

Das neue Seminar Sterbebegleitung hat begonnen

Seit über zwanzig Jahren begleitet der Hospizdienst Zabergäu schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige zu Hause oder in Pflegeheimen durch speziell ausgebildete Mitarbeiter. Im April 2021 hat Hospizdienst-Leiterin Julia Mattick mit der Schulung neuer Mitarbeiter begonnen, die sich hierfür ehrenamtlich engagieren wollen.

Zum Seminar Sterbebegleitung haben sich neun Frauen angemeldet. Sie werden bis Oktober dieses Jahres intensiv auf ihre kommenden Einsätze vorbereitet und beschäftigen sich in den rund 100 Seminarstunden mit Themen wie Geschichte der Hospizarbeit, Selbstpflege, Kraftquellen, palliative Versorgung, Spiritualität, Leben nach dem Tod, Kommunikation, vorsorgende Papiere, Bestattung und vielem mehr.  

Jeweils freitags von 16 bis 21 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr sind erfahrene Dozenten aus dem Hospiz- und Palliativbereich dabei und bilden die neuen Hospizbegleiter bis im Herbst aus. Während der Ausbildung und auch bei allen Einsätzen wird mit dem notwendigen Hygienekonzept für die Sicherheit der Mitarbeiter und Klienten gesorgt.

In den vergangenen Jahren haben bereits viele Menschen die Begleitung durch ehrenamtliche Hospizhelfer in Anspruch genommen. „Uns ist es wichtig, dass Menschen ihr Leben bis zuletzt in Würde führen können“ stellt Julia Mattick in den Vordergrund ihres Handelns. Man wolle Wegbegleiter in einer schwierigen Lebenssituation sein und einen schützenden Raum von menschlichem Beistand bieten.

Der Hospizdienst Zabergäu – eingegliedert in die Diakonie-Sozialstation Brackenheim-Güglingen – versteht sich als eine Ergänzung zur palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Versorgung und bietet die Sterbebegleitung als kostenfreies Angebot allen Menschen an - unabhängig von Alter, Herkunft, Lebensstil, Religion oder Weltanschauung.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter besuchen die Menschen zu Hause oder im Pflegeheim, um sie und ihre Angehörigen zu unterstützen durch Gespräche, durch Zuhören oder einfach nur „Da sein“.

„Als Einsatzleitung ist es mir besonders in dieser Zeit mit so viel vorgeschriebener Distanz wichtig, dass die schwerkranken und sterbenden Menschen wieder mehr Nähe erfahren dürfen“, gibt Julia Mattick die Zielrichtung im neuen Seminar vor, das vorwiegend in den Tagungsräumen des Jugendhauses Michaelsberg bei Cleebronn durchgeführt wird.

Nach ihrer Motivation für die Seminarteilnahme gefragt, so sind es überwiegend persönliche Erfahrungen, die dazu bewegt haben, die umfassende Ausbildung zur Hospizhelferin zu absolvieren. In ihren Erzählungen schildern sie, dass das „eigene“ Abschiednehmen von engsten Familienangehörigen nicht wie gewünscht vonstattenging. Aus ihren teilweise negativen Erfahrungen leiten sie ihre Bereitschaft ab, nach ihrer Ausbildung mehr für andere Menschen auf ihrem letzten Lebensweg da zu sein und sie beim Sterben zu begleiten.

Der Hospizdienst Zabergäu ist erreichbar unter 07135/ 9861-17. Wer eine Beratung wünscht oder Fragen zu einer Begleitung hat, kann sich an Hospizdienst-Leiterin Julia Mattick wenden. – rob/Foto: Baumann-

 

 

mehr Infos zum Seminar Sterbebegleitung

 

Die Teilnehmerinnen beim Seminar Sterbebegleitung vor der Tagungsstätte Jugendhaus Michelsberg bei Cleebronn
Die Teilnehmerinnen beim Seminar Sterbebegleitung vor der Tagungsstätte Jugendhaus Michelsberg bei Cleebronn

Der „Letzte Hilfe Kurs“ beim Hospizdienst gut besucht

Am 18. September konnte die Stadt Brackenheim 15 Teilnehmer/innen zum „Letzte Hilfe-Kurs“ im Bürgersaal des Rathauses unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen empfangen. 

Die Veranstaltung wurde von Julia Mattick, Einsatzleiterin des Hospizdienstes Zabergäu der Diakonie-Sozialstation Brackenheim-Güglingen, und Anita Ereth, Einsatzleiterin der Hospizgruppe der Sozialstation Bönnigheim e.V., gestaltet und von der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) der Stadt Brackenheim unterstützt.

 

zum Bericht vom 18.09.2020

 

 

Der "Letzte-Hilfe-Kurs" in der Video-Ansicht

 

Hospizdienst Zabergäu bedankt sich einfallsreich:
130 selbst gebackene Muffins für das „Haus Zabergäu“ gespendet

Die Arbeit, die Zeiten der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kontaktsperre vom Hospizdienst Zabergäu der Diakonie-/Sozialstation Brackenheim-Güglingen von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen unter Leitung von Julia Mattick geleistet wird, ist mehr oder weniger zum Stillstand verordnet worden.

„Wir haben uns gedacht, die Pflegekräfte im Haus Zabergäu in Brackenheimzumindest moralisch zu unterstützen und ihnen mit einer kleinen Aufmerksamkeit ‚Danke‘ für ihre Arbeit zu sagen“, erklärt Julia Mattick die Aktion, die spontan bei 7 Helfer/innen gut angekommen und unterstützt worden ist.

zum Bericht vom 30.03.2020

Hospizdienst besuchte Weltkrieg-Ausstellung im Brackenheimer Stadtarchiv

Im Brackenheimer Stadtarchiv erinnert eine Ausstellung an die Ereignisse zwischen 1914 und 1918 und zeigt facettenreich, wie man in der Kaiserzeit mit großer Euphorie die Welt in Flammen gesetzt hat – und danach erkennen musste, was der Erste Weltkrieg an Schrecken und Leid über Europa gebracht hat.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Hospizdienst Zabergäu unter Leitung von Julia Mattick haben sich diese Ausstellung unter fachkundiger Führung von Stadtarchiv-Leiterin Dr. Isolde Döbele-Carlesso angesehen und am Ende darüber diskutiert, was die Menschen in dieser Zeit vor Ort erleben mussten. Einhellige Meinung aller war am Ende, dass sich solche Ereignisse nie mehr wiederholen dürfen.

zum Bericht vom 19.02.2020

Einsatzleiterin Julia Mattick, Hausener Str. 24, 74336 Brackenheim, Tel. 07135 / 98 61 17
Einsatzleiterin Julia Mattick, Hausener Str. 24, 74336 Brackenheim, Tel. 07135 / 98 61 17

Weitere Informationen erhalten Sie

über Frau Christine Graf,

Pflegedienstleiterin der

Diakonie-/Sozialstation Brackenheim-Güglingen
Hausener Str. 24
74336 Brackenheim

Tel. 07135 / 98 61 10

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Hospizdienst Zabergäu
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Hospizdienst Zabergäu

Abend für Trauernde
Veranstalter: Hospizdienst und Katholische Kirche Zabergäu
Ort: Katholisches Gemeindehaus in Güglingen, Brucknerweg 4

 

Am Freitag, 1. Oktober , wird wieder zum „Abend für Trauernde in die „Dreifaltigkeitskirche“ in Güglingen eingeladen. Das überkonfessionelle Angebot in Kooperation des Hospizdienstes Zabergäu und der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael richtet sich an alle Menschen, die durch den Tod eines nahestehenden Menschen betroffen sind. Es ist ein offenes Treffen.

Die TeilnehmerInnen sitzen zu Beginn zu einer kleinen Vesper zusammen (auch hier, wenn es Corona bedingt möglich ist) Anschließend wird ein thematischer Textimpuls vorgetragen, der den  gemeinsamen Austausch eröffnet. Jede und jeder kann berichten, was sie oder ihn bewegt, ob es Erinnerungen an die Verstorbenen sind, gemeinsame Erlebnisse oder die Leere im Haus beim Heimkommen.

Auch nur zuhören oder schweigen darf sein. Den Gefühlen wird hier Raum gegeben. Alles findet in einem geschützten Rahmen und im Vertrauen statt. Dies erleichtert die Kommunikation unter den Betroffenen. Jede und jeder soll nach Möglichkeit die Trauer der Anderen aushalten und mittragen, einschließlich der eigenen Trauer. Da kann es schon mal emotional zugehen, das von den geschulten TrauerbegleiterInnen mit viel Feingefühl, Geduld und Empathie geleitet bzw. unterstützt wird.

Beginn ist am 1.10. um 18:00 Uhr im katholischen Gemeindehaus in Güglingen, Brucknerweg 4. Um telefonische Anmeldung wird gebeten.

Infos: Hospizdienst Zabergäu (Julia Mattick): Tel.  07135-986117, Diakon Willi Forstner: Tel. 0171/3082849. -rob