Menschen. Nähe. Pflege.

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10 Jahre Hospizdienst

Jubiläumsgottesdienst in der Güglinger Mauritiuskirche und Ehrung von fünf ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen für 10-jährige ehrenamtlicher Einsatz für die Menschen im Zabergäu

 

Am Sonntag, 27.04. feierte die Hospizgruppe Zabergäu im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Güglinger Mauritiuskirche ihr 10-jähriges Bestehen. Beim Grußwort sagte der Geschäftsführer der Diakonie-/Sozialstation Brackenheim-Güglingen, Herr Dieter Reichert, dass es schon etwas besonderes ist, wenn eine ehrenamtliche Dienstgemeinschaft über so lange Zeit besteht, und dabei  noch wächst.

Frau Cornelia Aisenpreis, die ehemalige Leiterin des Hospizdienstes, die auch von Anfang an dabei war, hielt einen Überblick über das Werden und Wirken der Gruppe. 1996 als das Jubiläum der Diakoniestation anstand, wurde vom damaligen Leitungskreis dies als Anlass genommen im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten einen Vortrag zur Hospizarbeit zu machen und Menschen zu suchen, die sich in der Hospizarbeit engagieren um eine eigen Gruppe aufzubauen.

Im Zuge dieser Veranstaltung haben sich dann auch 16 MitarbeiterInnen, von denen 13 die Ausbildung beendet haben, gefunden, die bereit waren ihre Zeit und Begabungen für andere Menschen in dieser Arbeit einzusetzen. Der damalige Vorsitzende der Diakoniestation, Pfr. Ernst Göhner und Pfarrerin Elisabeth Keller, beide sind zwischenzeitlich verstorben,  haben dann einen Ausbildungskurs organisiert und durchgeführt. Frau Doris Zwiesele, eine Mitarbeiterin der ersten Stunde, hat dann die Leitung der Gruppe übernommen.

Zuerst war der Hospizdienst über  ein Mobiltelefon zu erreichen, das immer eine  Hospizbegleiterin im Wechsel  hatte,  und später über die 24-Stunden Erreichbarkeit der Diakoniestation.

Der Wunsch der Gruppe, sich unter das Dach der Diakoniestation ganz zu stellen, hat dann auch sehr schnell gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war. Begleitung, Fortbildung und der nahe Kontakt zu den Pflegemitarbeiterinnen ermöglichte eine gute und sehr patientenorientierte Begleitung der schwerstkranken und sterbenden Menschen.

Unzähligen Menschen wurde von den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen beigestanden und Trost und Zuspruch gegeben. Auch Pfr. Haisch i.R., der die Festpredigt gehalten hat, ist hierauf eingegangen, da es nicht selbstverständlich ist, dass die Mitarbeiter so viel Liebe und Zuwendung anderen Menschen geben. Dies ist aber auch nur dadurch möglich, dass sie von der Liebe Christi, die uns geschenkt ist, immer wieder weitergeben können. Die Gemeinde wurde aufgefordert, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizgruppe im Gebet zu denken.

Zum Abschluss des Festgottesdienstes wurden noch vier Frauen und ein Mann in die Hospizgruppe aufgenommen, die unter der Leitung von Frau Ruth Dittus, Supervisorin und Altenheimseelsorgerin sowie Frau Christine Wagner, die Einsatzleiterin der Hospizgruppe, über mehrer Monate ausgebildet und für den Dienst zugerüstet wurden.

Herr Reichert und Frau Wagner überreichten diesen Mitabeitern ihr Ausbildungszertifikat und nahmen sie dann offiziell in die Gruppe auf, so dass jetzt die Arbeit wieder auf  noch mehr Schultern verteilt werden kann.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde dann symbolisch, mit einer Rose und einem Gedicht von einer Bettlerin, die eine Rose geschenkt bekam und lange Zeit davon zehren konnte, herzlich gedankt für all ihre Zuwendung und die „Rosen" die sie in die Häuser mit ihrer Zeit und Zuwendung gebracht haben.

Fünf Mitarbeiterinnen wurden dann noch für 10-jährige ehrenamtliche Mitarbeit in der Hospizarbeit, von dem Geschäftsführer Herrn Dieter Reichert und der Einsatzleiterin Christine Wagner, geehrt.

Dies sind: Frau Christel Sauer, Cornelia Aisenpreis, Hilda Sigmund, Rita Seywald und Ruth Rempp. Diese Mitarbeiterinnen  waren von der Gründung bis heute unermüdlich im Einsatz für die Menschen hier bei uns im Zabergäu. Hierfür kann nicht genügend gedankt werden.

Bei einem anschließenden Stehempfang konnte mit dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch gekommen werden. Dies wurde sehr in Anspruch genommen, und es fanden viele gute Gespräche statt. Dieses Jubiläum wird wohl vielen in guter Erinnerung bleiben - und vielleicht konnte ja bei dem einen oder anderen auch der Wunsch nach einer Mitarbeit geweckt werden.